immer noch - noch immer

immer noch noch immer
und neu und doch vergeben
vergeblich bestreblich
wälz ich mich unruhig
im schattigen licht
wann komm ich zum erliegen?
wann werd ich kinder kriegen?
und wollend wohl
im drange hohl
an fingern riechen

will nirgens hin
such keinen sinn
nur weiter - weiter
intensiv
und noch beste, das indiz
ist das mir ist
wie wenn ich schlief
die freiheit des verlorenseins
erwäge ich, ist meins
mein schicksal
mein erliegen

und so wie ich im raume trudel
prekär am rand
mit freunden lose an der hand
nicht festgeschrieben im geflecht
nur theoretisch - glücklich - recht
und spüre meine lage
wie ich hier sitz
und was ich sage
urban in der epoche
der individualität
ich weiß nicht, wie es richtig geht
doch fühlen kann ich, wie es steht
subjekt zu sein
relational - im raume klein
und im effekt, im gegenüber
zeig ich die zähne - lüsternd
wenn ich wähne
dass etwas mir zu menschlich ist
und festgeschrieben mit der norm
und vorgegeben in der form
fixiert
verdammt - wer hat dich angeschmiert?
hör ich mich denken
und sehe dich
vom wesentlich
vom unsereins ablenken

dann wird's schnell kühl
denn alles, was ich dann noch fühl
ist weit entfernt ein herz
bedeckt vom schmerz
von den gedanken
die sich um liebe, trost und leid
die sich um selbstwert ranken
ein wenig stolpern, kann schon sein
doch zu oft stell'n wir selbst das bein
statt aufzurappeln
und noch im wackeln
ein lächeln denken
und an uns selbst verschenken

und immer noch noch immer
die sehnsucht nach dem ewigen tag
ich frag mich durch - die jahreszeiten
die mich nicht halten
doch begleiten
und frei mein sein im raum verzweigen.

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© sAn - s.r.p.